Interviewartige Zusammenfassungen aus meinem Kochbuch:

Mein Kochbuch


In meinem ersten Kochbuch: „Meine Familienküche ohne Histamin“ beschreibe ich meine Ernährungsumstellung aufgrund diverser Unverträglichkeiten auf eine alltags- und familientaugliche histaminfreie, glutenfreie, laktosefreie, vegane Küche ohne Industriezucker und liste verträgliche und unverträgliche Lebensmittel auf. Ich erkläre, worauf du beim Einkauf, im Restaurant oder auf Reisen achten solltest. Ferner findest du über 100 Rezepte, die du mit deiner Familie, deinen Freunden oder nur für dich selbst kochen kannst, egal, ob du von HIT betroffen bist oder nur etwas mehr auf deine Gesundheit achten möchtest. Die Rezepte sind histaminarm, gluten- und laktosefrei, fructosearm, frei von Industriezucker und meist vegan. Ich hoffe, dich von neuen geschmacklichen Explosionen überzeugen zu können, die dir mehr Energie für deinen Alltag liefern und dich durchweg leistungsfähiger, gesünder und zufriedener machen!



Meine Gerichte findest du weiterhin auf Instagram unter @krisbalances.


Momentan schreibe ich an meinem zweiten Kochbuch, in welchem ich den Fokus der Selbstfürsorge für das eigene Leben, Essenpläne und den Einbezug von Ayurveda und evtl. Yoga ausweiten möchte.


Was ist Histamin?


Histamin ist eine chemische Substanz, die einerseits im menschlichen Körper selbst produziert wird und als Nervenbotenstoff (Neurotransmitter) die Ausschüttung von Magensäure und den Schlafrhythmus regelt. Histamin gelangt aber auch von außen in den Körper, da es in fast allen Nahrungsmitteln enthalten ist. Je höher der Reifegrad von Lebensmitteln, desto größer die Histaminausschüttung im Körper. Es gibt daher Lebensmittel, die sehr viel Histamin enthalten, wie gereifter Käse, Salami, Rotwein oder Bananen. Ferner gibt es Lebensmittel, die als Histaminliberatoren fungieren, sprich die Histaminausschüttung besonders ankurbeln. Diese können bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein.


In der Darmschleimhaut wird das Enzym Diaminoxidase (DAO) produziert, das Histamin abbaut. Eine Histaminintoleranz tritt auf, wenn der Histamabbau im Darm gestört wird, weil zu wenig Diaminoxidase zur Verfügung steht. Man spricht dann auch vom „Leaky-Gut-Syndrom“. Der Organismus wird also mit mehr Histamin belastet als er abbauen kann, wobei allergieähnliche Symptome auftreten, die einer Vergiftung durch den Botenstoff Histamin entsprechen.


Wodurch entsteht eine Histamin-Intoleranz?


Ernährungsbedingte Intoleranzen sind selten angeboren, sondern entstehen durch äußere Faktoren wie zu viel Stress, zu wenig Schlaf, einseitiges Essen, zu wenig oder zu viel Sport und geringe Selbstfürsorge über einen langen Zeitraum.


Welche Symptome treten bei einer Histamin-Intoleranz auf?


Aufgrund der Vielzahl an Symptomen, die denen einer Erkältung oder Lebensmittelvergiftung gleichen, ist es schwierig, HIT zu diagnostizieren. Neben starken Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm-Infekten und Grippe-Symptomen kann es zu Durchfall, Reizdarm, Schwindel, Juckreiz und Ausschlag, Herzrhythmusstörungen, PMS, geringer Konzentrationsfähigkeit, Müdigkeit, Herzklopfen, starkem Schwitzen, Schmerzempfindlichkeit und der Neigung zu blauen Flecken kommen.


Was mache ich bei Verdacht einer Histamin-Intoleranz?


Am einfachsten funktioniert der siebentägige Selbsttest. Hierbei lässt du einfach alle Lebensmittel, die die Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SUGHI) in ihrer Ampeltabelle aufgelistet hat, 7 Tage weg. Einige der Tabellen enthalten auch Angaben zu Laktose, Gluten- und Fruktoseunverträglichkeiten, die meist auch mit einer HIT in Verbindung stehen. Nach diesem siebentätigen Selbsttest sollten die meisten Symptome verschwinden. Die individuelle Toleranzgrenze der einzelnen Lebensmittel schwankt nach Jahreszeit z.B. allergiebedingt oder nach Tagesform. Hilfreich ist es, alles genau in einem Ernährungstagebuch festzuhalten.


Nahrungsumstellung - Aber wie?


Du kannst alles auf einmal umstellen oder in Etappen vorgehen. Auch ich habe mehrere Anläufe über zwei Jahre gebraucht, um mich konstant daran zu halten und meine Nahrungsumstellung als großen geschmacklichen Gewinn und Bereicherung für mein gesamtes Leben statt als Einschränkung zu sehen. Am einfachsten ist es, die komplette Küche auszumisten und neue Vorräte zu kaufen. Das fängt beim Ketchup-Regal im Kühlschrank an, geht über das Nudelregal hin zu Gewürzen und dem Weinvorrat. Ich habe weizenähnliche Stärkelieferanten in Einmachgläser gefüllt und beschriftet, was mir und meinen Töchtern großen Spaß gemacht hat. Wenn ich nur Verträgliches im Haus habe, komme ich nicht in Versuchung. Auch süße Ausnahmen sind erlaubt, sofern sie weg vom Industriezucker gehen und meist vegan sind wie z.B. Datteln oder gute vegane weiße Bio-Schokolade.



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