Was ist Histamin?

Aktualisiert: 1. Juni 2020


Histamin ist eine chemische Substanz, die einerseits im menschlichen Körper selbst produziert wird und als Nervenbotenstoff (Neurotransmitter) die Ausschüttung von Magensäure und den Schlafrhythmus regelt. Histamin gelangt aber auch von außen in den Körper, da es in fast allen Nahrungsmitteln enthalten ist. Je höher der Reifegrad von Lebensmitteln, desto größer die Histaminausschüttung im Körper. Es gibt daher Lebensmittel, die sehr viel Histamin enthalten, wie gereifter Käse, Salami, Rotwein, Avocado oder Bananen. Ferner gibt es Lebensmittel, die als Histaminliberatoren fungieren, sprich die Histaminausschüttung besonders ankurbeln. Diese können bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein. Zudem kommt die jeweilige Tagesform jeder Person hinzu, sprich, wie viel sie geschlafen hat, ob sie gerade gestresst oder von Allergien betroffen ist. Alle diese Faktoren kurbeln die Histamin-Ausschüttung an. Am sinnvollsten ist daher, sich nach einem Selbsttest ein Ernährungstagebuch anzulegen und Verträglichkeiten individuell auszutesten.


In der Darmschleimhaut wird das Enzym Diaminoxidase (DAO) produziert, das Histamin abbaut. Eine Histaminintoleranz tritt auf, wenn der Histamabbau im Darm gestört wird, weil zu wenig Diaminoxidase zur Verfügung steht. Man spricht dann auch vom „Leaky-Gut-Syndrom“. Das kann man sich vorstellen, als ob der Darm von einem Netz umgeben ist und das Netz plötzlich sehr große Löcher bekommt, sodass Histamin wie auch sinnvolle Nährstoffe ungehindert austreten können. Der Organismus wird also mit mehr Histamin belastet als er abbauen kann, wobei allergieähnliche Symptome auftreten, die einer Vergiftung durch den Botenstoff Histamin entsprechen.




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